Ratgeber 2026
Dübel setzen und bohren: Die Basics
Von der Leitungsprüfung bis zum passenden Dübel — die wichtigsten Grundlagen für sicheres Bohren zu Hause.
Ein Bild aufhängen, ein Regal montieren oder eine Halterung befestigen — viele Heimwerker-Projekte beginnen mit einem Loch in der Wand. Damit dabei nichts schiefgeht, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen zu Sicherheit, Wandtypen und passenden Dübeln, bevor der Akkuschrauber oder Schlagbohrschrauber zum Einsatz kommt.
Sicherheit zuerst: Leitungen prüfen
Bevor Sie in eine Wand bohren, sollten Sie unbedingt prüfen, ob dort Strom-, Wasser- oder Gasleitungen verlaufen könnten. Ein Leitungssucher (Ortungsgerät) hilft dabei, verdeckte Leitungen zu erkennen, bevor der Bohrer sie trifft. Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Steckdosen, Lichtschaltern und Anschlussstellen für Wasser oder Heizung geboten, da dort häufiger Installationen verlaufen. Bei Unsicherheit, insbesondere in älteren Gebäuden oder bei fehlenden Bauplänen, ist es ratsam, vor größeren Bohrarbeiten fachkundigen Rat einzuholen, statt auf gut Glück zu bohren. Arbeiten an Strom- oder Gasleitungen selbst gehören grundsätzlich in die Hände von Fachpersonal.
Den Wandtyp bestimmen
Nicht jede Wand ist gleich aufgebaut. Massive Wände aus Beton oder Vollziegel gelten als besonders tragfähig, benötigen aber meist eine Schlagfunktion beim Bohren. Leichtbauwände aus Gipskarton oder Wände aus Lochziegel und Porenbeton sind weicher, aber auch weniger belastbar und erfordern angepasste Dübeltechnik. Wenn Sie unsicher sind, welcher Wandtyp vorliegt, hilft oft ein Blick in die Bauunterlagen der Immobilie oder eine vorsichtige Testbohrung an unauffälliger Stelle.
Den passenden Dübel wählen
Für massive Wände aus Beton oder Vollziegel eignen sich klassische Kunststoff- oder Metalldübel, die im Bohrloch verspreizen. Für Hohlräume, etwa in Gipskartonwänden oder Lochziegeln, werden spezielle Hohlraum- oder Kippdübel benötigt, die sich hinter der Wandöffnung aufspreizen und so Halt finden. Die Verpackung von Dübeln gibt in der Regel klar an, für welche Untergründe und welche Lastbereiche sie geeignet sind — diese Angaben sollten Sie vor dem Kauf beachten.
Bohren mit oder ohne Schlagfunktion
Für harte, spröde Materialien wie Beton, Ziegel oder Naturstein ist eine Schlagfunktion in der Regel notwendig, wie sie Geräte aus unserer Kategorie Schlagbohrschrauber bieten. In weicheren Materialien wie Gipskarton, Porenbeton oder Holz reicht meist auch ein Bohrer ohne Schlagfunktion aus unserer Kategorie Akkuschrauber 18V. Passende Bohrer für unterschiedliche Materialien finden Sie in unserer Kategorie Bits & Zubehör.
Praktische Bohrtipps
Markieren Sie die Bohrstelle vorab deutlich, etwa mit Klebeband und Bleistift, um ein Abrutschen des Bohrers beim Ansetzen zu vermeiden. Bohren Sie zunächst mit reduzierter Drehzahl an, um den Bohrer sicher zu positionieren, und steigern Sie die Drehzahl erst, sobald das Loch geführt ist. Halten Sie den Bohrer möglichst im rechten Winkel zur Wand, damit das Loch gerade und der Dübel später passgenau sitzt.
Nach dem Bohren
Entfernen Sie Bohrstaub vorsichtig aus dem Loch, bevor Sie den Dübel einsetzen, damit dieser richtig greifen kann. Setzen Sie den Dübel möglichst bündig ein und ziehen Sie die Schraube erst dann fest an, wenn der Dübel vollständig sitzt. Bei schwereren Gegenständen wie Regalen oder Hängeschränken sollten Sie zusätzlich die maximale Belastbarkeit von Dübel und Wandtyp beachten, die auf der Dübelverpackung angegeben ist.