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Ratgeber 2026

Bilder und Regale richtig aufhängen

Mit der passenden Vorbereitung sitzen Bilder und Regale sicher und gerade.

Ein schief hängendes Bild oder ein Regal, das sich nach kurzer Zeit aus der Wand löst, lässt sich mit der richtigen Vorbereitung vermeiden. Entscheidend sind vor allem drei Dinge: die Wandart zu kennen, den passenden Dübel zu wählen und beim Bohren sauber und sicher vorzugehen.

Erst die Wandart bestimmen

Beton, Ziegel, Kalksandstein und Gipskarton verhalten sich beim Bohren sehr unterschiedlich und benötigen unterschiedliche Dübel. Massive Wände aus Beton oder Ziegel bieten festen Halt, erfordern aber meist ein Gerät mit Schlagfunktion und robustere Bohrer. Leichtbauwände aus Gipskarton benötigen dagegen spezielle Hohlraum- oder Kippdübel, da hier kein massiver Untergrund für einen klassischen Dübel vorhanden ist.

Das passende Gerät für massive Wände

Für Bohrungen in Beton oder festem Mauerwerk ist ein Gerät aus unserer Kategorie Schlagbohrschrauber die praktischere Wahl, da die Schlagfunktion das Bohren in hartem Untergrund deutlich erleichtert. Für Gipskarton- oder Holzwände reicht dagegen meist ein normaler Akkuschrauber aus unserer Kategorie Akkuschrauber 18V aus.

Für massive Wände
Bosch Akku Schlagbohrschrauber UniversalImpact 18 (2 Akku, 18 Volt System, im Koffer)

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Passende Bohrer für Beton und Mauerwerk

Für Beton und Mauerwerk sind spezielle Steinbohrer nötig, die auf harten Untergrund abgestimmt sind — mit gewöhnlichen Holz- oder Metallbohrern lässt sich hier kein sauberes Loch erzeugen. Ein Set mit passenden Bohrern und Dübeln nimmt Ihnen die Auswahl an der Kasse ab. Grundlagen zu Bohrern und Dübeln erklärt außerdem unser Ratgeber Dübel setzen und bohren: Die Basics.

Für Beton geeignet
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Sicherheit beim Bohren

Prüfen Sie den Bohrbereich vor jedem Loch mit einem Leitungssucher, um Strom-, Wasser- oder Heizungsleitungen zu erkennen. Tragen Sie beim Bohren eine Schutzbrille, da herabfallendes Bohrmehl und kleine Splitter sonst leicht in die Augen gelangen können, besonders bei Bohrungen über Kopfhöhe. Halten Sie den Akkuschrauber beim Bohren gerade und mit gleichmäßigem Druck, um ein sauberes, rundes Loch zu erhalten.

Regale: Auf die Wandbefestigung achten

Regale werden häufig unterschätzt, was die Belastung der Wandbefestigung angeht, sobald sie mit Büchern oder anderen Gegenständen bestückt sind. Orientieren Sie sich an den Herstellerangaben zum jeweiligen Regalsystem und wählen Sie Dübel, die für die vorhandene Wandart und die geplante Nutzung ausgelegt sind. Bei unsicherer Tragfähigkeit ist eine zusätzliche Befestigung an mehreren Punkten meist die sicherere Lösung als ein einzelner, stark belasteter Dübelpunkt.

Prüfen Sie bei längeren Regalböden zudem, ob mehrere Befestigungspunkte auf gleicher Höhe sitzen — bereits kleine Abweichungen sorgen dafür, dass ein Regal später sichtbar schräg hängt. Eine Wasserwaage hilft dabei, alle Bohrpunkte vor dem eigentlichen Bohren exakt auf einer Linie zu markieren, statt sie nacheinander freihändig zu übertragen.

Bilder: Das passende Aufhängesystem wählen

Für kleine, leichte Bilder reicht häufig ein einfacher Nagel oder ein Bilderhaken. Größere oder gerahmte Bilder mit mehr Gewicht profitieren dagegen von einem Dübel mit passendem Haken oder einer Schraube mit Ösenkopf. Richten Sie mehrere Bilder mit einer Wasserwaage aus, bevor Sie bohren — das erspart nachträgliches Korrigieren der Löcher.

Alternative für die Mietwohnung: klebende Lösungen

Wer in einer Mietwohnung möglichst wenig bohren möchte oder nur sehr leichte Bilder aufhängen will, kann auf klebende Bilderhaken oder Klebestreifen zurückgreifen, die für ein geringes Gewicht ausgelegt sind. Für Regale und schwerere Bilder bleibt eine Befestigung mit passendem Dübel jedoch die zuverlässigere Lösung, da klebende Systeme nur begrenzte Traglasten zuverlässig halten.

Typische Fehler vermeiden

Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines zu kleinen Dübels für das tatsächliche Gewicht von Regal oder Bild. Ebenso häufig wird die Wandart falsch eingeschätzt, etwa wenn eine vermeintlich massive Wand tatsächlich eine Leichtbauwand mit Hohlraum ist. Im Zweifel lohnt sich ein kurzer Testbohrversuch an unauffälliger Stelle, bevor die eigentliche Bohrung angesetzt wird.

Auch zu hoher Anpressdruck beim Bohren führt häufig zu ausgefransten Löchern oder abrutschenden Bohrern, besonders bei glatten Fliesenoberflächen. Setzen Sie den Bohrer stattdessen zunächst mit geringer Drehzahl an, bis er sicher in der Oberfläche greift, und erhöhen Sie Tempo und Druck erst danach schrittweise.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für jedes Bild einen Dübel?
Für leichte, kleine Bilder reicht oft ein einfacher Nagel oder ein Bilderhaken ohne Dübel. Bei größeren oder schwereren Bildern sowie bei Regalen ist ein zur Wand passender Dübel die sicherere Wahl, damit die Befestigung dauerhaft hält.
Wie finde ich heraus, ob eine Wand aus Beton oder Ziegel besteht?
Einen ersten Hinweis gibt oft das Baujahr oder die Bauweise des Hauses. Sicherheit gibt ein kurzer Testbohrversuch an unauffälliger Stelle: Beton erzeugt beim Bohren feinen, hellen Staub und deutlichen Widerstand, während Ziegel und Kalksandstein sich meist leichter bohren lassen.
Warum sollte ich vor dem Bohren einen Leitungssucher verwenden?
Ein Leitungssucher zeigt an, ob sich Strom-, Wasser- oder Heizungsleitungen im Bohrbereich befinden. Das schützt vor beschädigten Leitungen und vor Verletzungen und sollte vor jedem Bohrloch in einer bewohnten Wand zur Routine gehören.